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Amiga Familie: A3000

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Amiga 3000 Desktop

Der Amiga 3000 ist in der Grundausstattung schon so gut arbeits- und einsatzfähig, dass das für den geneigten Amiganutzer eigentlich die erste Wahl ist: Keine Turbokarte nötig, schneller Speicher on-board, schneller Chipram-Zugriff und ECS, Flickerfixer, SCSI-Controller, dazu die volle Erweiterungsfähigkeit über ZorroIII (und damit auch ZorroII) Steckplätze, 16MB Fastram und den CPU-Slot für Turbokarten.

Modellausführungen

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Komponenten

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Mainboard

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Bei dem Mainboard handelt es sich um eine vierlagige Platine. Die großen Bauteile befinden sich alle auf der Oberseite, in den Zwischenschichten sind Masse- und Stromversorgungsflächen und auf der Unterseite sind nur Lötverbindungen der oben liegenden Bauteile. Im linken hinteren Bereich befinden sich die Graphikbauteile, so zum Beispiel der Flickerfixer inkl. Amber, Denise, Paula und die Echtzeituhr mit Akku. Im vorderen linken Bereich befindet sich Agnus, das Chipram (teilgesockelt) und eine diskret aus 74er-Bausteilen aufgebaute Bridgette. Im vorderen Rechten Bereich befindet sich die CPU, FPU, Buster und der Fastram (DIP und ZIP-Sockel). Im hinteren rechten Bereich sind SCSI-Controller, CIAs, Gary, DMAC und die ROMs. Mittig von hinten nach vorne wird das Board von der Daughterboardschnittstelle gereit. Mittig, auf der rechten Seite davon befindet sich auch der Stromanschluss.

Daughterboard

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Das Daughterboard stellt die Erweiterungskartensteckplätze des A3000 zur Verfügung. Dabei handelt es sich um einen Graphikkartensteckplatz, ZorroIII- und ISA-Steckplätze. Bei kleineren Revisionen waren die ISA-Steckplätze fehlerhaft bestromt, bei allen Revisionen sind die Datenleitungen nicht mit dem Amiga verbunden, sondern müssen über eine Brückenkarte mit x86er CPU aktiviert werden.

Das Daughterboard kann unter Kick 1.3 zu Testzwecken weggelassen werden. Kick 2.0+ erzeugt ohne das Board aber einen gelben Fehlerbildschirm.

CPU/FPU

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FIXME All A3000 has a 68030 processor and a floating point unit soldered to its motherboard. The A3000-16 uses 68030 and 68881 @ 16 MHz while the A3000-25 uses 68030 and 68882 @ 25 MHz. Upgrading the processor requires the use of a processor card.

RAM

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In Grundausstattung kann der A3000 bis zu 2MB Chipram (1MB fest verlötet) und entweder bis zu 16MB Fastram (ZIP) oder 4MB Fastram (DIP) verwenden. Im Auslieferungstzustand befinden sich die zweiten 1MB Chipram-DIPs in den Fastram-Sockeln, so dass der A3000 1MB Chipram und 1MB Fastram besitzt. Zum Betrieb des A3000 mit ROM-Bausteinen reicht 1 MB Chipram. Nutzt man hingegen die Softkick-ROMs, so ist 1MB Fastram erforderlich.

Chipram

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Der A3000 besitzt 1MB Chipram fest aufgelötet. Zusätzlich wurde er mit einem weiteren 1MB ausgeliefert, das aber für den Anfang in den Fastramsockeln steckte. Wenn der Besitzer ZIP-Fastram hinzukaufte, konnte das eine MB in die Chipramsockel umgesteckt werden, so dass die vollen 2MB Chipram zu Verfügung stehen. Der A3000 hat eine diskret aufgebaute Bridgette drin, die einen 32-Bit breiten Zugriff aufs Chipmem zulässt. Das Chipset hat weiterhin nur einen 16-Bit breiten Zugriff auf das gleiche Ram. Das macht AGA-ähnkiche 7MB-pro-Sekunde für die CPU, obwohl der Amiga „nur“ einen ECS-Chipsatz verbaut hat. Mit Hilfe von CPUBlit http://aminet.net/search?query=cpublit kann erreicht werden, dass unter der Workbench die CPU statt des langsamen Blitters die Graphik aufbaut.

Fastram

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Ohne Erweiterungskarten bringt der A3000 schon zwei Möglichkeiten mit, ihn mit Fastram auszustatten. Zum einen sind 8 DIP-Sockel unterhalb der ZIP-Sockel vorhanden, die 1MB bzw. 4MB Fastram aufnehmen können. Um dem Amiga mehr Fastram zu spendieren, bieten sich die 32 ZIP-Sockel an. Erweitert man den Rechner mit ZIP-RAM bietet es sich an, die DIPs durch umstecken in die linksseitigen Chipram-Sockel als Chipram zu nutzen. Zipram erkennt der Aimga in zwei Konfigurationen. Als 4x256kbit-Chip (entspricht 1MBit pro Chip) werden 8 Chips pro MB (MByte) benötigt, so dass man mit 32 belegten Sockeln auf maximal 4 MB Fastram kommt. Möchte man noch mehr Fastram nutzen, so benötigt man 4x1Mbit-Chips. 2 Stück ergeben 1MB, so dass man maximal auf 16MB Fastram kommt. Eine Mischbestückung ist nicht möglich, die Chipsorte muss für alle Sockel per Jumper J852 festgelegt werden: 1-2 für die großen und 2-3 für die kleinen Rambausteine.

Kickstart

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Da Kickstart 2.0 zu Auslieferungsbeginn des A3000 noch nicht vollständig entwickelt waren, erhielten die ersten 3000er Bootroms ähnlich dem A1000. Hierbei saß nur ein rudimentäres System im ROM, ein vollwertiges Kickstart musste von Diskette oder Festplatte nachgeladen werden. Dazu muss mindestens 1MB Fast RAM (DIP oder ZIP) eingebaut sein. Drückt man beim Einschalten beide Maustasten, lässt sich im Boot Menu das Kick 1.3 oder 2.x auswählen. Das jeweilige Kickstartfile wird erwartet unter „Wb_2.x:devs/kickstart“ bzw. „Wb_1.3:devs/kickstart“. Es können so auch andere Roms geladen werden. In späteren Versionen wurden vollwertige 2.0er Roms verbaut, zunächst in einem Rom-Tower, später richtig gesockelt.

Custom-Chips

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Buster

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Ein Buster Rev.11 kann Probleme mit einem 16MHz 68030er machen.

David H.: There have been reports of trouble with Rev 11 Buster in 16MHz A3000s.
This was supposedly tested and approved by PA at Commodore. But by
then, we weren't making 16MHz systems anymore, so there wasn't much
testing or simulation done in Engineering, if any, for the later
Buster revision. 

SCSI-Controller

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Ab Werk verfügt der A3000 über einen SCSI-Controller. Ein Anschluss (50-polig) befindet sich auf dem Mainboard (hinten rechts unter dem Netzteil) und einer auf der Rückseite als 25-polige Buchse. Bei Revisionen über V7.3 kann man den Contr. intern über 3 Widerstand-Arrays (220/330 Ohm) terminieren. Diese Terminatoren müssen aber wieder raus, sobald man externe Geräte anschließen will. Der Controller sitzt dann in der Mitte des SCSI-Bus, und darf nicht terminiert sein. Wenn keine ext. Geräte angeschlossen sind, kann auch statt der internen Terminierung auf die externe SCSI-Buchse ein Terminator gesteckt werden. Bei Revisionen bis 7.3 muss der SCSI-Bus extern terminiert werden.

Flickerfixer

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Der Flickerfixer im A3000 ist noch einer nach dem „herkömmlichen“ Prinzip: „Pixelrate verdoppeln“, so dass unter PAL auch am VGA-Ausgang nur 50Hz rauskommen.

Jumper

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Die Pfeilspitze markiert Pin 1 (Bei Rev. 7.3 ist der J200 falsch aufs Board gedruckt. PAL-Modus = links gesteckt)

Netzteil

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Das Netzteil ist aus Frontansicht hinten, oben, rechts im Amiga eingebaut. Es besitzt in der rechten, oberen Ecke einen Druckschalter, der mit einer Stange von der Front aus betätigt wird.

Abmessungen (L*B*H): (175*112*60)mm nur Gehäuse ohne Aufbauten. Auf der Außenseite (hinten) ist linksbündig ein 80er Lüfter angebracht, der nach unten übersteht und somit nicht nur Luft durch das Netzteil, sondern auch das Gehäuse zieht.

Anschlüsse:

  • Mainboardstecker, nach 20cm, TE CONNECTIVITY / AMP MATE N LOK 15POL Herstellernummer: 133-681, Kontakte Hersteller-NR: 133-796 3*5 Kontakte, 4x5V, 5*Masse,
  • 2x HDD (3,5„) Molex, nach 17cm+35cm
  • 2x Floppy (2,5“) Molex, nach 16cm+16cm

Leistung: 135W - 5V 17,25A - 12V 3A - 5V(User) 0,75A - 5V (Video) 0,75A - (-5)V 0,2A - (-12)V 0,3A

(Sinnvolle) Erweiterungen

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Indivision ECS (Flickerfixer)

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Um die hohe Chipramgeschwindigkeit auch für die Graphikanzeige nutzen zu können, kann auf den Indivision ECS mit dem speziell dafür entwickelten Monitortreiber „HighGFX“ zuückgegriffen werden. Der bereits ab Werk eingebaute, Amber-basierte Flickerfixer des A3000 dagegen kann weder HighGFX, noch S-Hires darstellen.

A3640

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siehe auch hier

Die Karte bietet die günstigste Möglichkeit, dem A3000 eine 68040-CPU zu spendieren. Die A3640 bietet allerdings keinen eigenen Speicher und nutzt den vorhandenen Onboardspeicher. Da der Speicherzugriff beim 040er anders abläuft als beim 030er, kommt es hier zu deutlich langsameren Zugriffsgeschwindigkeiten auf den Onboardspeicher, als bei Verwendung einer 030er CPU. Test per AIBB: Speicherzugriff: 030er: 7,8MB/s; 040: 4,2MB/s FIXME Mit Bustest testen, Wert zu niedrig Dhrystones: 030: 9100; 040: 30.000

Auch sind auf der 3640 keine weiteren Schnittstellen für Festplatten oder ähnliches vorhanden. Evtl. bestehen bei kleineren Revisionen Probleme beim Betrieb im A3000.

Jumperkonfiguration:

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Jumper             ohne            mit A3640
J100 (QUADCLK)   : 1-2 (INT)       3-4 (EXT)
J102 (BRDCLK)    : 2-3 (INT)       2-3 (INT)
J103 (FPU)       : 3-4 (ON)        1-2 (OFF)
J104 (CPUCLK)    : 1-2 (INT)       2-3 (EXT)

J151 (ROM SPEED) : 1-2 (25M)       1-2 (25M)
J152 (ROM SPEED) : 1-2 (25M)       1-2 (25M)
J851 (CPU SPEED) : 2-3 (25M)       2-3 (25M)

Cyberstorm PPC

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Die CYBERSTORM PPC kann im AMIGA 3000 Desktop nur nach einer Modifikation des Amiga-Mainboards betrieben werden, da am CPU-Slot des A3000 eine Signalleitung (INT2) fehlt, die zum Betrieb des PowerPC und des SCSI-Controllers benötigt wird. http://powerup.amigaworld.de/index.php?lang=de&page=29

Nützliche Software

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SCRAMmer

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Liest viele Daten eines Amiga 3000 aus, inklusive des batteriegestützen Speichers. Es kann viele Parameter verändern und auch den verbauten RAM-Speicher testen. Wenn es Fehler findet, gibt es die entsprechende Sockelnummer des fehlerhaften RAM-Chips aus.

Bezugsquellen

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Links

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· Zuletzt geändert: 2015/02/23 17:19